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Kanton Bern will der Kiesbranche auf die Finger schauen

Bild: flickr.com

Der Kanton Bern will die Kiesbranche besser steuern und damit eine Forderung des Grossen Rates erfüllen. Zu diesem Zweck schafft er gemeinsam mit dem Kies- und Betonverband eine Begleitgruppe.

Diese soll sich um den Informationsaustausch zwischen Behörden und Branche kümmern, die Koordination gewährleisten und Empfehlungen abgeben. Kanton und Verband wollen auf diese Weise «die Herausforderungen in enger Zusammenarbeit angehen», wie sie in einem Communiqué vom Montag schreiben.

Der Bereich Abbau, Deponie und Transporte (ADT) sorgt im Kanton Bern seit Jahren für Schlagzeilen. So büsste die Wettbewerbskommission im Februar zwei Beton- und Kieshersteller mit 22 Millionen Franken, weil sie über Jahre Preisabsprachen getroffen und die Liefergebiete koordiniert haben sollen - neo1 hat auch berichtet. Die Firmen weisen die Vorwürfe zurück.

In die Kritik geriet aber auch der Kanton. Der Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates gab der Regierung zu verstehen, sie erwarte von ihr eine aktivere Rolle. Im vergangenen Juni überwies das Kantonsparlament zudem einen überparteilichen Vorstoss, der in dieselbe Richtung zielt.

Den Vorsitz in der neuen «Begleitgruppe ADT» hat die Vertretung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Einsitz im Gremium nehmen auch Vertreter des Amts für Wasser und Abfall (AWA) und des Kantonalen Kies- und Betonverbandes (KSE Bern).

Die Gruppe ist ein beratendes Gremium; sie hat keine Entscheidungsbefugnis. Sie kann aber Empfehlungen an die zuständigen Regierungsratsmitglieder Evi Allemann (SP) und Christoph Neuhaus (SVP) abgeben. Sie sind die politisch Verantwortlichen der involvierten Behördenstellen. / sda. 


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