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Wochengespräch mit Philipp Meyer zum Thema Suizid

Philipp Meyer (Bild: zvg, UPD)

Manu steht auf dem Dach und will springen. Die junge Frau hat keine Hoffnung mehr und will ihr Leben beenden, während unten auf der Strasse immer mehr Passanten und Bekannte von ihr stehen und nicht wissen, ob sie springt oder doch nicht. Dies ist die Ausgangslage im neuen Buch "der Sprung" der Schweizer Autorin Simone Lappert. Das Buch war diese Woche auch Thema bei einer Lesung mit Podiumsdiskussion in den Universitären Psychiatrischen Diensten UPD Bern. Im neo1-Wochengespräch vertiefen wir mit Philipp Meyer das Thema nochmals.

Oftmals steht eine psychiatrische Erkrankung wie Depression oder auch ein Schicksalsschlag wie Jobverlust oder finanzielle Sorgen am Anfang von Suizidgedanken. Schweizweit gehe man davon aus, dass rund eine halbe Million Menschen Suizidgedanken haben, erklärt Philipp Meyer. In Therapie komme aber nur ein sehr kleiner Teil davon. Das Problem sei, dass es für viele Menschen viel schwieriger und hemmend sei, in eine psychologische oder psychiatrische Behandlung zu gehen - anders bei körperlichen Problemen seien psychiatrische Erkrankungen immer noch geächtet.

Bei einem Suizidversuch oder Suizid gibt es auch immer betroffene Personen aus dem Umfeld. Sei es, dass jemand per Zufall zu einem Suizidversuch hinzuläuft oder bemerkt, dass jemand aus dem Umfeld in einer schwierigen Situation ist. In solchen Fällen helfe es, die Person darauf anzusprechen, zu versuchen, eine Beziehung aufzubauen, sagt Philipp Meyer. Wichtig sei aber auch, sich an eine Anlaufstelle zu wenden und nicht zu versuchen, sich alleine durch die Herausforderung zu kämpfen.

Anlaufstellen und Kontakte für Betroffene:

Psychiatrischer Notfall für Personen ab 16 Jahren (24 Stunden, 365 Tage im Jahr): 031 632 88 11

Online- und Telefonberatung:

Pro Juventute Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche: Tel. 147

Die Dargebotene Hand: Tel. 143, Chat- und Mailberatung

Weitere Adressen gibt es bei der Suizidprävention des Kantons Bern.


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