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Schweizer Wildfleisch ist rar

Zwei Drittel vom Wildfleisch in der Schweiz ist importiert. Das zeigen Zahlen vom Schweizer Bauernverband, die die Zeitung Schweizer Bauer publiziert hat. Schweizer Wildfleisch anzubieten, ist ein Privileg. Letztes Jahr sind 66 Prozent des Hirsch- und Wildschweinfleischs aus dem Ausland importiert worden, schreibt die Zeitung Schweizer Bauer. Auch dieses Jahr ändert sich daran nichts. Das Wildfleisch, das aus der Schweiz kommt, verkaufen die Jäger in den meisten Fällen direkt an die Gastronomie oder an private Personen. Für den Detailhandel bleibt selten etwas übrig.

Damit man Schweizer Wildfleisch verkaufen kann, braucht es vor allem eins, sagt Stefan Schlüchter, Geschäftsleiter der Metzgerei Schlüchter im Dürreroth: "An Wild aus der Schweiz zu kommen ist fast nur möglich, wenn man Beziehungen hat. Nur etwa 34 Prozent vom ganzen Konsum von Wild in der Schweiz ist wirklich Schweizer Wild und alles andere wird importiert. Wir sind in der glücklichen Lage, dass mein Vater eine Damhirschzucht hat und darum haben wir dadurch sehr gute Möglichkeiten."

Solche Damhirschzuchten bedeuten für Landwirte aber einen grossen administrativen Aufwand. Für die Haltung von Hirschen braucht es eine fachspezifische Ausbildung und eine Wildtierhaltungsbewilligung. Darum gibt es in der Schweiz im Vergleich zu anderer Nutztierhaltung auch nicht so viele Hirschzuchten. So zählt die schweizerische Vereinigung von den Hirschhaltern im Moment 220 Mitglieder mit etwa fünftausend Tieren.

Jägerinnen und Jäger entscheiden selbst wer das WIldfleisch bekommt

Welche Restaurants oder Privatpersonen Wild bekommen, ist dem Jäger überlassen. Dies bestätigt Monika Aebi, Medienverantwortliche vom Jagdverein Oberemmental. "Bei uns entscheidet jede Jagdgruppe selbst, wo das Fleisch hingeht. Wir haben keine Vorgaben. Ich weiss von vielen Gruppen, dass sie das Fleisch privat verkaufen können." Doch das Tier schiessen und es dann jemandem liefern, damit ist es nicht getan. "Jedem Wild, das wir verkaufen, müssen wir einen Begleitschein beilegen. Dabei wird der Jäger, die Jägerin, die Wildart, das Geschlecht, das geschätzte Alter und wie das es geschossen wurde", ergänzt Aebi. Dazu müssen Jägerinnen und Jäger mit einer Unterschrift belegen, dass das Tier gesund war und keine Verhaltensstörungen hatte.

Wild-Geschäft ist wichtig für lokale Restaurants

"Von September bis Ende Oktober haben wir immer Wild. Dabei wird vor allem Pfeffer angeboten", sagt Hans Haldemann vom Gasthof Alpenrose im Bumbach. Bei ihnen ist es vorwiegend die Gämse, die serviert wird. Diese bezieht Haldemann über verschiedene Jägerinnen und Jäger. "Wir haben damit begonnen, von Reviergebieten aus Luzern zu beziehen. Dort starten sie früher als die Berner Jagd und damit können wir bei uns anfangs September mit der Wild-Saison beginnen. Das ist für uns ideal." Die Herbst-Saison sei für sie die stärkste Zeit, ergänzt Haldemann. "Daher möchten wir nicht darauf verzichten. Dabei spielt es auch eine grosse Rolle, woher das Tier kommt. Die Leute wissen es, dass wir Schweizer Wild haben und kommen aufgrund dessen zu uns", so Haldemann.


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