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Herzogenbuchsee: EBuxi will Angebot erweitern

Nach den ersten zwei Betriebsjahren hat das Ortsbustaxi EBuxi am 20. Juli den 50’000. Fahrgast befördert. «EBuxi ist aus Herzogenbuchsee und Niederönz nicht mehr wegzudenken», heisst es vom Verein EBuxi. Schon bald soll der Rufbus auch in den Gemeinden Thörigen, Bettenhausen und Bollodingen unterwegs sein. Bei aller Beliebtheit bei den Leuten: finanziell läuft es nicht ganz so rund. 

Am Ende des zweiten Betriebsjahrs steht das Ortsbustaxi gefestigt da mit rund 30 regelmässig eingesetzten freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern, einem ehrenamtlichen Vorstand sowie dem unentbehrlichen elektronischen Dispositions- und Leitsystem, in das auch die Bestell-App für die Kundschaft integriert ist. Noch konnten diesem System nicht alle Macken ausgetrieben werden. Überwiegend erlaubt es dennoch einen zuverlässigen Service.

Über Buchsi hinaus
Nach seiner betrieblichen Konsolidierung und rechtlichen Legalisierung ist EBuxi nun bereit, sein Betriebsgebiet allmählich zu erweitern. Davon profitierten in einem ersten Schritt Thörigen, Bettenhausen und Bollodingen. Hier schlösse das Ortsbustaxi vorerst mit einem Abendbetrieb eine Lücke des öffentlichen Verkehrs, denn der letzte Bus der Linie 52 verlässt Herzogenbuchsee kurz nach 20 Uhr. In Thörigen steht zudem eine ganztägige Bedienung des Brunnackerquartiers in Planung. Dieses Quartier nahe der Ortsgrenze zu Buchsi befindet sich in grösserer Distanz zur nächsten Bushaltestelle.

Die Gespräche mit den Gemeinden laufen, die Erweiterung könnte schon bald starten. An der EBuxi-Generalversammlung wurde bedauert, dass der Abendbetrieb nicht in Kooperation mit Aare Seeland mobil (asm) zustande kam. Der regionale Busbetreiber habe am EBuxi-Angebot wenig Interesse gezeigt, erklärte Vorstandsmitglied Hans Kaspar Schiesser. Weitere interessierte Gemeinden bat Schiesser um Geduld: «Wir können nicht alle Begehren aufs Mal erfüllen.»

Knappe Finanzen
Trotz kostengünstigem Betrieb auf Freiwilligenbasis ist das Ortsbustaxi finanziell noch nicht über dem Berg. Öffentliche und private Starthilfen sind nach den ersten zwei Betriebsjahren ausgelaufen, zudem hat Corona auch EBuxi Einnahmeneinbussen verursacht; statt 100 befördert es zurzeit knapp 80 Personen pro Tag. Für den Finanzverantwortlichen Carlo Wägli ist deshalb klar: «Ohne Sponsoren und ohne Beiträge der öffentlichen Hand kommen wir nicht durch.» Eine Sponsoringaktion bei Privaten hat 19’000 Franken eingebracht, bei Industrie und Gewerbe läuft sie noch. Höhere Tarife sind hingegen kein Thema. Einzig das Jahresabo erfährt eine Preisanpassung, weil es verglichen mit den weiteren Fahrausweisen und anderen Betrieben deutlich zu günstig ist. Ab Oktober kostet es 300 Franken. Zudem entfällt ab August der von der Mobiliar gesponserte «Gratissamstag», weil der entsprechende Vertrag ausläuft.

Einen Wechsel gibt es auch an der Spitze des Vereins EBuxi. Klaus Indermühle tritt als Präsident aus Gesundheitsgründen zurück, bleibt aber Mitglied des Vorstands. Er wurde gewürdigt als Gründungspräsident, der in der hektischen Aufbauphase stets die Ruhe bewahrte, gekonnt verhandelte und mit sicherem Urteil die Energien bündelte. Zum Nachfolger wählte die Versammlung Franz Akermann. Als Fahrer war der ehemalige Schulleiter seit dem Betriebsstart dabei, fürs Präsidentenamt motivierte ihn dies: «EBuxi ist eine tolle Organisation, die nicht mehr aus Buchsi wegzudenken ist.» 


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