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Der Jakobsweg

Schritt für Schritt für Schritt. Tage-, wochen- und monatelang unterwegs sein. Mit wenig Gepäck, guten Schuhen und dem Ziel vor Augen: Santiago de Compostela. Die spanische Stadt ist als Endpunkt des Jakobswegs bekannt. Beim Pilgern gilt aber trotz Ziel vor Augen: Der Weg ist das Ziel.

Den einen Jakobsweg gibt es eigentlich gar nicht. Verschiedene Wegnetze quer durch Europa führen aber alle nach Santiago de Compostela. Viele Pilger, die sich auf den Weg machen, sind irgendwie auf der Suche nach etwas. Ruedi Käsermann, Präsident des Vereines jakobsweg.ch fasst zusammen: "Wenn man eine Woche pilgert, ist es eher ein Wandern. Wenn man aber länger auf dem Weg ist, dann beginnt das etwas zu machen."

Eine gewisse Spiritualität wird bei den meisten Pilger irgendwie Thema, vor allem bei einer längeren Reise auf dem Jakobsweg. Die Pilgerverantwortliche der reformierten Kirche BeJuSo, Annemarie Bieri ergänzt: "Im Prinzip kann jeder und jede auf den Jakobsweg. Häufig macht man ihn aber aus irgendeiner inneren Motivation. Sei dies eine spezielle Lebenssituation, bei der man innere Lebensfragen mitnimmt auf den Weg. Dem kann man einen spirituellen Bezug sagen." Aber auch sportliche Motivation, um Kultur und Land kennenzulernen oder einfach mal die eigenen Grenzen auszuloten können Beweggründe sein, sich auf den Jakobsweg zu machen. Jede:r Pilger:in hat eine eigene Motivation, sich auf die Reise zu machen.

Wer einmal auf dem Jakobsweg unterwegs war, schwärmt von dieser Zeit. Für Peter Elstner aus Riggisberg war seine Zeit auf dem Jakobsweg ein innerer Impuls, dem er gefolgt ist. "Das war einer der wichtigsten und schönsten Impulse, den ich je hatte. Auch jetzt im Nachhinein betrachtet war das eine der besten Sachen, die ich zu dem Zeitpunkt machen konnte."

Als Pilgerbegleiterin ist die Langenthalerin Margrit Lanz mit verschiedensten Leuten unterwegs. Und sie ist überzeugt, dass es in erster Linie die Motivation ist, die eine grosse Rolle spiele: "Es ist meine Haltung, wie ich auf den Weg gehe. Ich will nicht 5 Jahre warten, bis ich 3 Monate Urlaub nehmen kann. Pilgern kann für mich heissen, heute, jetzt mit offenen Sinnen auf den Weg gehen. Ich kann auftanken und muss nicht schnell von A nach B."

Für den Berner Matthias Häberlin, der von Bern nach Santiago de Compostela pilgerte, gab es drei Abschnitte unterwegs. Zuerst ging es viel um den Körper und Herausforderungen wie das Wetter, Blasen oder ein schwerer Rucksack. Irgendwann läuft es aber und "der zweite Drittel ist für deinen Geist. Wenn die Maschine mal läuft, dann kommen Aufarbeitungen – und da kommen bei allen Sachen hoch." Auch diese Phase sei irgendwann aber abgeschlossen und den letzten Teil seines Weges konnte der Berner einfach nur geniessen: "Ich hab jede Sekunde in mir aufgesogen und genossen. Du hast das Gefühl, dass du jeden Vogel der zwitschert hörst und jede Blume die in der Nähe ist riechst du."

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